Auf der Suche
Wenn ich überlegen müsste, welches Verb mein derzeitiges Schaffen am besten beschreibt, dann wäre das ohne Zweifel das Verb "SUCHEN". Eigentlich suche ich permanent irgendetwas - gestern zum Beispiel unter anderem eine Ausrede nicht Aufstehen zu müssen, den Schlüssel, dann eine Ausrede für mein Zuspätkommen, wieder den Schlüssel, das Handy, die wichtigen Unterlagen...
Natürlich lege ich all meine Sachen IMMER an Stellen ab, die mir als die sinnvollsten erscheinen (im Moment des Ablegens zumindest). Ich bin nämlich chaotisch mit System (da bestehe ich drauf)!
Leider fallen mir dann diese sinnvollen Ablagestellen nicht mehr ein, wenn ich dies und das zu finden versuche. Gerade wühle ich in den Verzweigungen meiner gehirnlichen Erinnerungsbahnen nach dem Fundort des Ladegeräts für meine Digitalkamera. In real habe ich auch schon gewühlt - nahezu überall. Gefunden habe ich dabei unter anderem einen Leistungsnachweis von vor fünf Semestern, eine Weihnachtskarte, die ich Oma und Opa vor zwei Jahren schicken wollte, eine CD, die in meiner Erinnerung schon von mindestens drei Leuten geliehen und nicht mehr zurück gegeben wurde und haufenweise Batterien. Wer suchet, der findet! :-) Nur eben nie das, was ich wirklich bräuchte...